Crossing Lifelines

Um was geht es?

Seit vier Jahren werden am Beruflichen Schulzentrum Oskar-von-Miller Schwandorf junge Menschen mit Flucht- und/oder Migrationshintergrund sprachlich gefördert und auf die Arbeits welt vorbereitet. Sie kommen aus der ganzen Welt und haben zum Teil lange Wege hinter sich gebracht, bis sie hier bei uns in Schwandorf angekommen sind. Nur wenige haben die Gelegenheit, Gleichaltrige aus der Region kennenzulernen.

Genauso entgeht den deutschen Jugendlichen eine spannende Möglichkeit, internationale Bekanntschaften zu machen und mehr über die Herkunftsländer und die unterschiedlichen Lebenswelten zu erfahren.

„Fremde sind Freunde, die man noch nicht kennt“, lautet eine Aussage des Dalai Lama und so bietet das Projekt des Beruflichen Schulzentrums Oskar-von-Miller und des Instituts für Kooperationsmanagement (IKO) an zwei Wochenenden die Möglichkeit des gegenseitigen Kennenlernens und der Beschäftigung mit den unterschiedlichen Lebenswegen im Rahmen eines Theater-Workshops. Eine Aufführung macht die Jugendlichen bekannt in der Region.

Warum Theater?

Theater kann zu einem lebendigen Kommunikations- und Diskussionsort werden. Durch eine nachhaltige Theaterarbeit ermöglicht man Jugendlichen einen differenzierten Umgang mit kritischer Sicht auf sich und die Welt. Im Projekt sollen die Teilnehmer spielerisch verschiedene Formen und Facetten des kulturellen Zusammenlebens erproben und sich kritisch mit positiven wie auch negativen Seiten des Miteinanders auseinandersetzen.

Für wen ist es?

  • Jugendliche Geflüchtete im beruflichen Bildungsprozess
  • Am Projekt interessierte Jugendliche aus Schwandorf und Umgebung

Was wollen wir erreichen?

  • Internationales Lernen und Arbeiten bei einem Theaterprojekt mit dem Regisseur Michał Nocoń
  • Gemeinsamer Erfolg on stage
  • Steigerung der Offenheit, Selbstsicherheit und sozialen Kompetenz der jungen Menschen in internationalen Teams
  • Unterstützung bei der persönlichen Integration der jungen Geflüchteten
  • Interkulturelle Kompetenzentwicklung bei den beteiligten jungen Menschen
  • Erwerb von Wissen über und Steigerung des Verständnisses für die deutsche Kultur und die Kulturen der Geflüchteten
Projektmodule
10.-12.11.2017 und 02.-04.02.2018 Theater-Workshops an zwei Wochenenden
05.02.2018 Crossing Life Lines on stage – Aufführung
26.03.2018, 19.30 Uhr Blue Man Group, München

Michał Nocoń studierte Pädagogik und Journalistik in Kraków/Polen. Dann arbeitete er acht Jahre als Schauspieler und Regieassistent am Theater K.T.O. (W.E.R.). 1985/86 machte er sein Regie- und Schauspieldiplom. 1988 dozierte er als Gastdozent am Theaterwissenschaftlichen Institut der Uni Köln. Dort gründete er das Theater „Actors’ Studio Pulheim“. Er war tätig an den Schauspielhäusern in Düsseldorf, Leipzig und Graz. Seit 2004 arbeitet Michał Nocoń als freischaffender Regisseur und Theaterpädagoge. Er hat seine Trainingsmethode „Der menschliche Schauspieler“ entwickelt: Die Gefühle der unwiederholbaren menschlichen Wesensart sollte man nicht auslöschen.

Michał Nocoń
Michał Nocoń

Wahrheit
der Empfindung